Welschriesling

Welschriesling

 

Die Herkunft der Rebe liegt auch hier auf spekulativer Ebene. Einerseits wird behauptet, dass sie aus der Champagne kommt, ist dort aber überhaupt nicht verbreitet und könnte in diesem kühlen Klima keine guten Weine bringen. Anderseits stand früher „Welsch“ für ausländisch oder fremd.

 

Eine dritte Vermutung ist, dass der Welschriesling aus Rumänien kommt, da er in Tschechien Rizling Vlassky heißt und das Wort „Vlassky“ sich von slawischen „Vlaska“ ableitet, was soviel wie Walachei bedeutet, die in Rumänien liegt. In Rumänien selbst heißt der Welschriesling „Riesling italian“ ... was wiederum für uns Österreicher den Aufschluss ergibt, dass er doch aus Italien stammen könnte, da in unserem (alten) Sprachgebrauch die Italiener als die „Walschen“ bezeichnet wurden.

 

Der Welschriesling kann als fruchtiger, leichter, junger Weißwein mit einer schönen säurebetonten Geschmacksnote genossen werden. Der Duft von grünen Äpfeln und der Geschmack nach reifen saftigen Äpfeln macht ihn zu einem sehr schönen Wein.

 

Die zweite Möglichkeit der großen Qualitätsspanne ist die der edelsüßen Prädikatsweine, im Bereich der Beeren-, Trockenbeerenauslesen, sowie bei Ausbruch- und Eisweinen.

 

Im dritten Möglichkeitsbereich befindet sich die Erzeugung von Grundweinen für die Sektproduktion.

 

Der Welschriesling braucht gute, warme, nährstoffreiche Böden, die auch kalkreich, aber nicht zu trocken sein dürfen. Sehr gute Qualitäten erzielt man in windgeschützten, südlichen Hanglagen.